















Weizenhalme werden ausgerissen und im Blumenkasten kultiviert. Sie wachsen in Feldern, auf die 1943 das Konzentrationslager Gusen III gebaut wurde. 1945, nach dem Ende des 2. Weltkriegs, ging der Grund zurück an die Besitzer. Die Betonreste des Lagers wurden eingeebnet und mit einer so dicken Erdschicht versehen, dass wieder Getreide darauf wachsen konnte. Täglich hole ich Weizen vom Feld bis der Blumenkasten am Ende der Ausstellungsdauer vollständig bepflanzt ist. Besucher*innen sind eingeladen, mich dabei zu begleiten und im aktiven Erinnern die gepflegte Umgebung aufzuwühlen. Erd& versetzt die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands und widersetzt sich so der Einebnung von Geschichte. Die Arbeit wurde auf Einladung von Seth Weiner und Antoine Turillon für das Projekt „Giveaways/Hideaways“ im Zuge des Festivals der Regionen 2023 konzipiert.
„Als die Nachbarn […] sahen, wie schön dieses Gelände geworden war, ließen auch sie ihre Grundstücke mit einer Planierraupe einebnen, sodass auch diese wieder als Felder benützbar wurden.“Leo Reichl, Zeitzeugenbericht „Das KZ-Lager Gusen III“ (OÖ Heimatblätter 2000)
















Weizenhalme werden ausgerissen und im Blumenkasten kultiviert. Sie wachsen in Feldern, auf die 1943 das Konzentrationslager Gusen III gebaut wurde. 1945, nach dem Ende des 2. Weltkriegs, ging der Grund zurück an die Besitzer. Die Betonreste des Lagers wurden eingeebnet und mit einer so dicken Erdschicht versehen, dass wieder Getreide darauf wachsen konnte. Täglich hole ich Weizen vom Feld bis der Blumenkasten am Ende der Ausstellungsdauer vollständig bepflanzt ist. Besucher*innen sind eingeladen, mich dabei zu begleiten und im aktiven Erinnern die gepflegte Umgebung aufzuwühlen. Erd& versetzt die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands und widersetzt sich so der Einebnung von Geschichte. Die Arbeit wurde auf Einladung von Seth Weiner und Antoine Turillon für das Projekt „Giveaways/Hideaways“ im Zuge des Festivals der Regionen 2023 konzipiert.
„Als die Nachbarn […] sahen, wie schön dieses Gelände geworden war, ließen auch sie ihre Grundstücke mit einer Planierraupe einebnen, sodass auch diese wieder als Felder benützbar wurden.“Leo Reichl, Zeitzeugenbericht „Das KZ-Lager Gusen III“ (OÖ Heimatblätter 2000)