





„Facility Management“ stellt die Frage der Verantwortung für die historische Last des im Nationalsozialismus errichteten Brückenkopfgebäudes Ost neu. In der Rolle der Hausmeisterin mache ich mich für eine Aufgabe des Gebäudemanagements verantwortlich, derer es aufgrund der Flachdacharchitektur nicht bedarf — dem Dachlawinenschutz. Ich lackiere ordnungsgemäß zehn Holzlatten zum Schutz der Öffentlichkeit und stelle sie rund um das Gebäude auf. Sobald die Schneeverhältnisse keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit darstellen, verräume ich die Latten im Keller des Gebäudes, wo sie Teil der Ausstellung „Aus der Dunkelheit. Gebäude und Orte als Akteure der Erinnerung“, kuratiert von Angela Koch, Hubert Lobnig, Moritz Matschke, werden.
Die Instandhaltung eines Gebäudes bewahrt dessen Geschichte und vertuscht diese gleichzeitig. In Linz, wo die Arbeit entstanden ist, sind Hauseigentümer*innen für den Dachlawinenschutz verantwortlich. Neben offiziellen Schutzmaßnahmen, begegnet man in der Winterzeit auf der Straße deshalb auch improvisierten Elementen, selbst gebastelten Stangen, ausgedruckten und laminierten Warnschildern. Meine ortsspezifische Überfürsorge kommt einer kurzfristigen Übernahme der historische begründeten Verantwortung gleich, im Endeffekt wird jedoch bloß die ungeklärte Frage zum Umgang mit dem Gebäude in den Raum gestellt. Die Installation geht im allgemeinen winterlichen Stadtbild des Dachlawinenschutzes verloren.






„Facility Management“ stellt die Frage der Verantwortung für die historische Last des im Nationalsozialismus errichteten Brückenkopfgebäudes Ost neu. In der Rolle der Hausmeisterin mache ich mich für eine Aufgabe des Gebäudemanagements verantwortlich, derer es aufgrund der Flachdacharchitektur nicht bedarf — dem Dachlawinenschutz. Ich lackiere ordnungsgemäß zehn Holzlatten zum Schutz der Öffentlichkeit und stelle sie rund um das Gebäude auf. Sobald die Schneeverhältnisse keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit darstellen, verräume ich die Latten im Keller des Gebäudes, wo sie Teil der Ausstellung „Aus der Dunkelheit. Gebäude und Orte als Akteure der Erinnerung“, kuratiert von Angela Koch, Hubert Lobnig, Moritz Matschke, werden.
Die Instandhaltung eines Gebäudes bewahrt dessen Geschichte und vertuscht diese gleichzeitig. In Linz, wo die Arbeit entstanden ist, sind Hauseigentümer*innen für den Dachlawinenschutz verantwortlich. Neben offiziellen Schutzmaßnahmen, begegnet man in der Winterzeit auf der Straße deshalb auch improvisierten Elementen, selbst gebastelten Stangen, ausgedruckten und laminierten Warnschildern. Meine ortsspezifische Überfürsorge kommt einer kurzfristigen Übernahme der historische begründeten Verantwortung gleich, im Endeffekt wird jedoch bloß die ungeklärte Frage zum Umgang mit dem Gebäude in den Raum gestellt. Die Installation geht im allgemeinen winterlichen Stadtbild des Dachlawinenschutzes verloren.