
















Im Sommer habe ich eine Bank aus Edelstahl gebaut. Vier Bretter für die Sitzfläche, zwei für die Rückenlehne. Die Parkbank als plastischer Inbegriff des öffentlichen Raums wird im Innenraum ausgestellt, soll aber später draußen installiert werden, damit sie auch benutzt wird. Die Sticker, die jetzt schon auf der Bank kleben, bilden vergangene, temporäre Arbeiten von mir im öffentlichen Raum ab. Als sanfter Vandalismus am eigenen Werk und Handlungsanstoß laden sie zum weiteren Bekleben der Bank ein. Öffentliches Verhalten wird provoziert, gelenkt und als Teil der künstlerischen Arbeit letztlich formalisiert.
Im Hintergrund der Bank hängt in einem einfachen Glasrahmen das Originalbild meines Urgroßvaters auf der selbst gezimmerten „Gossnbank“. Damals, bevor es noch einen Fernseher gab, haben sich die Männer des Dorfs auf jener Holzbank getroffen, um sich über die Landwirtschaft und alles Andere auszutauschen. Die private Erinnerung meines Papas und Opas stellt das romantisierte Bild der Bank als zeitgemäßen Ort der Begegnung infrage.
Taschenbuch und iPhone ergänzen als Text- und Bildpublikation das Ensemble. Wenn Besucher*innen auf der Bank sitzen, Smartphone oder Buch zur Hand nehmen, wird die Rauminstallation zum Alltagsraum. Er lädt ein, sich mit den Wechselwirkungen des gebauten und sozialen Raums von der Industrialisierung bis heute zu befassen.













Im Sommer habe ich eine Bank aus Edelstahl gebaut. Vier Bretter für die Sitzfläche, zwei für die Rückenlehne. Die Parkbank als plastischer Inbegriff des öffentlichen Raums wird im Innenraum ausgestellt, soll aber später draußen installiert werden, damit sie auch benutzt wird. Die Sticker, die jetzt schon auf der Bank kleben, bilden vergangene, temporäre Arbeiten von mir im öffentlichen Raum ab. Als sanfter Vandalismus am eigenen Werk und Handlungsanstoß laden sie zum weiteren Bekleben der Bank ein. Öffentliches Verhalten wird provoziert, gelenkt und als Teil der künstlerischen Arbeit letztlich formalisiert.
Im Hintergrund der Bank hängt in einem einfachen Glasrahmen das Originalbild meines Urgroßvaters auf der selbst gezimmerten „Gossnbank“. Damals, bevor es noch einen Fernseher gab, haben sich die Männer des Dorfs auf jener Holzbank getroffen, um sich über die Landwirtschaft und alles Andere auszutauschen. Die private Erinnerung meines Papas und Opas stellt das romantisierte Bild der Bank als zeitgemäßen Ort der Begegnung infrage.
Taschenbuch und iPhone ergänzen als Text- und Bildpublikation das Ensemble. Wenn Besucher*innen auf der Bank sitzen, Smartphone oder Buch zur Hand nehmen, wird die Rauminstallation zum Alltagsraum. Er lädt ein, sich mit den Wechselwirkungen des gebauten und sozialen Raums von der Industrialisierung bis heute zu befassen.