





Mimi Choi arbeitet 26 Stunden pro Woche als Museumsaufsicht im Lantos Kunstmuseum Linz. Am Eingang, wo sie üblicherweise Tickets kontrolliert, verteilte sie als meine Projektpartnerin für die Dauer der Ausstellung „Frische Luft“ (im Rahmen von „Haus-Rucker-Co. Atemzonen“) Minz-Dragees. Möchten Sie ein Minz-Zuckerl?, wendet sich Mimi nach Abriss der Eintrittskarte, an die Besucher*innen. Während manche wie selbstverständlich die Hand ausstrecken, verneinen andere und gehen verwirrt weiter. Unsere Intervention führte im sterilen Ausstellungskontext zu gleichsam gewöhnlich und ungewöhnlichen Interaktionen, die der Institution und dem Publikum Frische einhauchten.
Would you like a mint ist ein relationales Kunstwerk und Giveaway, das eine alltägliche Situation in den White Cube überträgt und damit das Selbstverständnis von Museum und Besucher*innen hinterfragt. Habitus, Strukturen und Hierarchien, die Kunstinstitutionen wie dem Lentos zugrunde liegen, wurden aufgebrochen und einer ansonsten oft unbemerkten Aufsichtsperson neue Handlungsfähigkeit verliehen. Indem ich die Zusammenarbeit während der gesamten Ausstellungsdauer auf Mimi Choi beschränkte, existierte meine Arbeit nur, wenn sie arbeitete, was Mimis Systemrelevanz hervorhob und gleichzeitig den ephemeren Charakter des Kunstwerks verstärkte. Die Zusammenarbeit gewährte mir Einblick in Mimis Arbeitswelt und damit auch hinter die Kulissen des Museumskomplexes. In regelmäßigen Abständen kam ich zu Besuch und sorgte für frischen Nachschub.






Mimi Choi arbeitet 26 Stunden pro Woche als Museumsaufsicht im Lantos Kunstmuseum Linz. Am Eingang, wo sie üblicherweise Tickets kontrolliert, verteilte sie als meine Projektpartnerin für die Dauer der Ausstellung „Frische Luft“ (im Rahmen von „Haus-Rucker-Co. Atemzonen“) Minz-Dragees. Möchten Sie ein Minz-Zuckerl?, wendet sich Mimi nach Abriss der Eintrittskarte, an die Besucher*innen. Während manche wie selbstverständlich die Hand ausstrecken, verneinen andere und gehen verwirrt weiter. Unsere Intervention führte im sterilen Ausstellungskontext zu gleichsam gewöhnlich und ungewöhnlichen Interaktionen, die der Institution und dem Publikum Frische einhauchten.
Would you like a mint ist ein relationales Kunstwerk und Giveaway, das eine alltägliche Situation in den White Cube überträgt und damit das Selbstverständnis von Museum und Besucher*innen hinterfragt. Habitus, Strukturen und Hierarchien, die Kunstinstitutionen wie dem Lentos zugrunde liegen, wurden aufgebrochen und einer ansonsten oft unbemerkten Aufsichtsperson neue Handlungsfähigkeit verliehen. Indem ich die Zusammenarbeit während der gesamten Ausstellungsdauer auf Mimi Choi beschränkte, existierte meine Arbeit nur, wenn sie arbeitete, was Mimis Systemrelevanz hervorhob und gleichzeitig den ephemeren Charakter des Kunstwerks verstärkte. Die Zusammenarbeit gewährte mir Einblick in Mimis Arbeitswelt und damit auch hinter die Kulissen des Museumskomplexes. In regelmäßigen Abständen kam ich zu Besuch und sorgte für frischen Nachschub.